Pearson verlegt (fast) keine IT-Fachbücher mehr

Wie Heise online heute meldet, streicht Pearson den größten Teil der IT-Fachliteratur aus seinem Programm. Betroffen sind die Marken Addison-Wesley und Markt & Technik, in denen auch grundlegende TeX-Literatur erscheint. Die Buchreihe Pearson Studium, in der der LaTeX-Begleiter verfügbar ist, wird zwar fortgeführt, heißt es in der Meldung, man wolle sich aber „auf Lehrbücher für Schule, Ausbildung und Studium konzentrieren“.

Es kann gut sein, daß Schriftenreihen wie die Edition DANTE bald die letzten Titel sein werden, die überhaupt noch verlegt werden. Der Handel zieht sich derzeit ebenfalls zurück: Hugendubel Frankfurt hatte letzte Woche kein einziges LaTeX-Buch mehr vorrätig. Und auch der Verweis auf freie Projekte wie die englische LaTeX-Einführung auf Wikibooks (hier in einer mit LaTeX gesetzten Ausgabe), auf die in einer Diskussion verwiesen worden ist, sind zwar lobenswerte Projekte, sie ersetzen aber letztlich keine guten Bücher, weil Wikimedia-Projekte selbst zur Qualitätssicherung auf Literatur angewiesen sind.

Immerhin dürfte es sich empfehlen, die Qualität freier Anleitungen weiter zu verbessern und die Anstrengungen, die in die Dokumentation fließen, zu erhöhen, um das Wissen über die Arbeit mit TeX zugänglich und aktuell zu erhalten. Das gilt vor allem für Anleitungen in deutscher Sprache, die für Anfänger wichtig sind.

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4 Antworten zu Pearson verlegt (fast) keine IT-Fachbücher mehr

  1. Anselm Lingnau schreibt:

    Auf der anderen Seite suchen wir schon länger händeringend Autoren, die sich an einem Folgeband für »LaTeX Hacks« (O’Reilly) beteiligen würden. Der Verlag würde das nämlich sehr gerne machen. Interessiert hat sich dafür bisher präzise niemand …

  2. jfenn schreibt:

    Das liegt vielleicht daran, daß es zu wenige gibt, die sich für Hacking mit LaTeX interessieren? Ich spiele auch sehr wenig damit herum, sondern setze LaTeX produktiv ein… wäre aber an einer Mitarbeit durchaus interessiert… ;)

  3. Anselm Lingnau schreibt:

    Also wenn das der einzige Grund ist …!?

    Das Buch heißt so, weil die Reihe so heißt. Wenn ich von Leserinnen und Lesern des Buches höre (was auch noch Jahre nach seinem Erscheinen regelmäßig passiert), dann normalerweise, weil ihnen das Buch bei der produktiven Arbeit geholfen hat. Dass der Verlag unbedingt noch ein weiteres Buch machen will, spricht ja IMHO auch für sich – insbesondere wenn andere Verlage sich von dem Thema anscheinend völlig verabschieden.

  4. jfenn schreibt:

    Eben. Wie gesagt, wir können da gerne zusammenarbeiten. Ziel für die Fertigstellung wäre aus meiner Sicht die Jahreswende 2013/14. Mail folgt heute abend.

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