Kollaboratives Schreiben mit LaTeX

Auf ScribTeX und MonkeyTeX hatte ich in diesem Blog schon vor etwa einem Jahr hingewiesen. Damit können LaTeX-Quelltexte in einer Gruppe gemeinsam online editiert und kompiliert werden. Auf Xing habe ich heute von einem neuen, ähnlichen Projekt erfahren: LaTeX-Lab, das auf Google Docs aufsetzt und eine Ausgabe in PDF, PS und DVI bietet. Derzeit steht eine Preview bereit. Das Projekt steht unter der Apache License 2.0 (vgl. auch Wikipedia). Außerdem gibt es Verbosus, ein Projekt, das Ähnliches tut. Ein Test der neu hinzugekommenen Plattformen steht noch aus, ich gebe den Hinweis aber gerne weiter.

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Eine Antwort zu Kollaboratives Schreiben mit LaTeX

  1. Thomas netAction schreibt:

    Vielen Dank für die gute Recherche! Die vorgestellen Dienste und Programme sehen sehr vielversprechend aus. Nach dem Überfliegen stört mich allerdings eines daran: Die Sprache. Man kann Texte so auszeichnen, dass sie leicht von Maschinen les- und schreibbar sind. In diese Kategorie fällt zum Beispiel XML. Man kann auch Texte so auszeichnen, dass sie von Menschen leicht lesbar sind und sich beim Satz fehlertolerant verhalten. Dafür ist Markdown bekannt. Ich habe mit LaTeX automatisiert Texte aus Datenbanken erstellt und von Hand Forschungsarbeiten geschrieben und bin zu dem Schluss gekommen, dass LaTeX für beides ungeeignet ist.

    Nach ausführlicher Recherche fand ich zwei Ansätze, wie lange Texte online in einer erträglichen Sprache geschrieben werden können. Erstens mit MediaWiki und dem von Wikipedia bekannten PDF-Export. Ich entschied mich für die andere Lösung: Ein Subversion-Server, der beim Commit automatisch mit pandoc von Markdown nach LaTeX konvertiert und anschließend mit PDFLaTeX das PDF erstellt.

    Subversion hat sich absolut bewährt. Damit kann ich auch offline am Dokument arbeiten und meinen Lieblingseditor verwenden. Mit dem Gespann aus pandoc und LaTeX habe ich gemischte Erfahrungen. pandoc erstellt ordentlichen Code und bewahrt mich vor den willkürlichen und aussagefreien Fehlermeldungen von LaTeX. Allerdings ist die Installation nicht ganz trivial, hoffentlich muss ich so bald nichts daran ändern. Außerdem kann ich LaTeX nicht in einen Sandkasten stopfen und abdichten. Man hat über die Referenzen im Dokument Zugriff auf die meisten Dateien auf meinem Server. So müssen die Coautoren handverlesen sein, bis ich ein besseres Satzsystem gefunden habe.

    So weit meine Erfahrungen, zugegebenermaßen ohne die von dir genannten Programme vollständig verstanden zu haben.

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